EBVchips

Halbleiter entwickelt mit und für unsere Kunden!

Halbleiter entwickelt mit und für unsere Kunden!

Wir unterstützen unsere Kunden bereits ganz gezielt in sehr beratungsintensiven Märkten wie beispielsweise Automotive, Consumer, General Lighting, Medizintechnik, Erneuerbare Energien und RFID.  Nun gehen wir einen Schritt weiter und heben unsere Dienstleistungen mit einem neuen und revolutionären Service auf die nächste Stufe:

Unter dem Namen EBVchips definieren wir nun eigene Halbleiter-Produkte, die wir mit und für unsere Kunden entwickeln!

Diese Produkte werden bei unseren Lieferanten gefertigt und erfüllen spezielle Anforderungen von Kunden, die über bereits verfügbare Produkte nicht abgedeckt werden. Damit ist EBV der erste Halbleiter-Spezialist weltweit, der einen solchen Service bietet. Mit EBVchips ermöglichen wir unseren Kunden Wettbewerbsvorteile, weil sie  nun genau die Produkte und Technologien bekommen, die sie für ihre individuellen Anwendungen benötigen.


Slobodan Puljarevic, President und CEO von EBV Elektronik,

Slobodan Puljarevic, President und CEO von EBV Elektronik,erläutert die Strategie von EBVchips

Mit EBVchips sind wir jetzt der verlängerte Arm vieler tausend Kunden zum Hersteller. Damit heben wir die Halbleiter-Distribution auf ein ganz neues Level. 2009 war das „Darwinjahr“ der Halbleiter-Branche. Wer so weitermacht wie bisher und mit seinen Produkten und Dienstleistungen nicht die nächste Evolutionsstufe erreicht, wird es auf Dauer sehr schwer haben. Das Ganze reflektiert auch unser neuer Slogan: „Distribution is today, Tomorrow is EBV!


Herr Puljarevic, was verbirgt sich hinter EBVchips?

Herr Puljarevic, was verbirgt sich hinter EBVchips?

Wir wollen zukünftig nicht mehr nur die Produkte unsere Hersteller vertreiben.
Basierend auf den Wünschen und Anforderungen unserer Kunden werden wir zukünftig  eigene Halbleiter definieren, die unsere Hersteller dann für unsere Kunden produzieren.
Dabei sprechen wir gezielt mit Kunden in bestimmten Segmenten. Wir fragen zum Beispiel Firmen, die eine Windkraftanlage, ein Auto, ein Solarpanel oder ein Blutzuckermessgerät fertigen wollen. Diese Kundengruppen haben wir ja in vertikale Marktsegmente unterteilt – und zwar in die Segmente Automotive, General Lighting, RFID, Medical, Renewable Energies und Consumer. Für Kunden aus diesen Segmenten wollen wir spezifische Chips bauen. Zugriff auf EBVchips hat aber grundsätzlich jeder Kunde. Wenn die Idee umsetzbar und das Umsatzpotential ausreichend ist, sind wir für alle guten Vorschläge offen!
Diese Halbleiterbauelemente haben dann eine Original-Bauteilenummer des Herstellers und sie sind auch mit dem entsprechenden Herstellerlogo bestempelt. EBV Elektronik hat dann für einen absolut branchenüblichen  Zeitraum von meist 3 bis 5 Jahren weltweit die exklusiven Vertriebsrechte für das Bauelement.


Wer definiert die Chips?

Wer definiert die Chips?

Unsere Vertical Market Segment Manager erstellen die Spezifikation der Chips. Mit dieser Spezifikation treten wir an den Hersteller heran und fragen ihn, ob er diesen Halbleiter entwickeln und herstellen kann. Anschließend beginnt der Hersteller mit dem Chipdesign im Rahmen seines ganz normalen Design-Prozesses.
Unsere Marketing- und Vertriebsmitarbeiter sind zwar allesamt Ingenieure, aber um den Chip zu designen ist mehr notwendig als nur das reine Schreiben der Spezifikation. Aus diesem Grund wird EBV Elektronik zukünftig auch Mitarbeiter haben, die als „Übersetzer“ fungieren, um so die Spezifikation des Produkt-Marketings in die Sprache der Chip-Designer zu übersetzen.


Sind die EBVchips dann für den Hersteller ASICs, so dass auch Einmalzahlungen fällig werden,

Sind die EBVchips dann für den Hersteller ASICs, so dass auch Einmalzahlungen fällig werden,um das Entwicklungsprojekt überhaupt erst einmal anzustoßen?

Je nach Produkt müssen wir auch NRE-Charges bezahlen. Wenn wir uns verpflichten, eine bestimmte Anzahl von Chips abzunehmen, dann kann es sich für den Hersteller auch auszahlen, EBV die NRE-Charges zu erlassen oder diese zu teilen.


Fragen Sie jeweils bei allen relevanten Herstellern innerhalb Ihrer Linecard an?

Fragen Sie jeweils bei allen relevanten Herstellern innerhalb Ihrer Linecard an?

Wir wissen ja ganz genau, welcher Hersteller welche Technologie hat und was für die jeweilige Applikation am besten geeignet ist. Wenn wir sogar zwei oder drei Hersteller kennen, die in der Lage wären, das entsprechende Produkt zu entwickeln und zu fertigen, dann werden wir natürlich bei allen Herstellern anfragen, um den Vergleich zu haben. Allerdings können wir in 90% aller Fälle bereits direkt auf den am besten geeigneten Hersteller zugehen, weil wir nicht nur die Produktpalette sondern auch das Technologie-Portfolio der Halbleiterhersteller bereits sehr genau kennen. Der EBV-Kunde erhält somit immer den Zugriff auf die für ihn am besten geeignete Technologie.


Wer trägt die Verantwortung des Chip-Designs?

Wer trägt die Verantwortung des Chip-Designs?

Der Hersteller trägt dann die Verantwortung dafür, dass die Spezifikation eingehalten wird – und zwar unabhängig davon, ob er das Chipdesign im eigenen Hause durchführt oder bei einem Design-Dienstleister erstellen lässt. Wie auch jetzt schon wird EBV auch bei diesen neuen applikationsspezifischen Halbleitern als reiner Vertriebskanal agieren. Haftung, Garantie, Qualifikation, Lieferdauer etc. obliegen auch bei den neuen EBVchips den Herstellern selbst.


Ab welchen Stückzahlen wird es die EBVchips geben?

Ab welchen Stückzahlen wird es die EBVchips geben?

Es kommt immer auf die Anwendung an. Bei einem Mikrocontroller sind das vielleicht ein paar Millionen Stück. Bei einem Power-Modul für Windkraftanlagen beispielsweise könnten wir schon bei 20.000 bis 30.000 Stück beginnen. Die Mindest-Stückzahl gegenüber dem Hersteller hängt somit ganz von der Applikation, der Chipgröße, dem Gehäuse, dem Preis und diversen anderen Faktoren ab. Unsere Kunden wiederum beliefern wir bei Bedarf auch mit einzelnen Exemplaren. Wenn Kunden uns lediglich prinzipielle Marketing-Inputs geben, gehört die Intellectual Property an einem EBVchip uns. Wenn ein Kunde sich allerdings verpflichtet, eine sehr hohe Stückzahl von beispielsweise 1 Million Stück abzunehmen, dann könnte natürlich auch die IP bei diesem Kunden bleiben.


Worin sehen Sie dabei die besondere Aufgabe von EBV?

Worin sehen Sie dabei die besondere Aufgabe von EBV?

Wir brauchen die Inputs unserer Kunden. Wenn wir beispielsweise mit 50 Kunden sprechen, dann werden unsere Spezialisten dafür sorgen, dass ein EBVchip ca. 90% den Vorstellungen eines jeden Kunden entspricht. Anschließend fragen wir nach, in welchen Mengen die einzelnen Kunden diesen Baustein benötigen. Prinzipiell sind wir offen für die Inputs aller Kunden unabhängig von der potenziellen Stückzahl. Ob sich daraus ein EBVchip ergibt, das werden wir sehen; bei den Herstellern ist das exakt das gleiche Verfahren: Die Hersteller fragen ihre Key-Accounts, und EBV Elektronik fragt die kleineren und mittelständischen Unternehmen. Wir sind für die Hersteller ein Key-Account und Interface zu den Mittelständlern. So können wir unseren Kunden die neueste beziehungsweise bestmögliche Integration in der modernsten Technologie bieten – und zwar zu einem besseren Preis als eine Lösung auf Basis von Standardkomponenten. Die höhere Zuverlässigkeit und ähnliche Vorteile der integrierten Lösung erhalten sie dann so zu sagen noch als Dreingabe.
Die großen Kunden, also die Key-Accounts der Hersteller, hatten immer Zugang zu den jeweils neusten Technologien und konnten so immer größer werden, aber bereits die Mittelständler hatten das Nachsehen, so dass der Unterschied zwischen diesen Kunden-Kategorien immer größer wurde. Wir bündeln jetzt die Kräfte, um auch Mittelständlern Zugang zu völlig neuen Spezifikationen und individuellen Lösungen mit einem besseren Preis-Leistungsverhältnis zu bieten. Mit EBVchips sind wir jetzt der verlängerte Arm viele tausend Kunden zum Hersteller. Damit heben wir die Halbleiter-Distribtution auf ein ganz neues Level. 2009 war das „Darwinjahr“ der Halbleiter-Branche. Wer so weitermacht wie bisher und mit seinen Produkten und Dienstleistungen nicht die nächste Evolutionsstufe erreicht, wird es auf Dauer sehr schwer haben. Das Ganze reflektiert auch unser neuer Slogan: „Distribution is today, Tomorrow is EBV!“


Warum sollte ein Kunde dann für einen applikationsspezifischen Chip an EBV herantreten?

Warum sollte ein Kunde dann für einen applikationsspezifischen Chip an EBV herantreten?Er könnte sich ja schließlich direkt an den Hersteller wenden…

Die Hersteller haben in ihrem Produktmarketing nicht die Manpower, sich um viele tausend Kunden zu kümmern. Außerdem wird ein Kunde allein es in der Regel nicht schaffen, die notwendigen Stückzahlen zu erreichen, um das Produkt beim Hersteller attraktiv zu machen. Andererseits wollen wir natürlich den Kunden, die sich bei der Definition eines neuen Chips besonders stark engagiert haben, auch bei den Konditionen entsprechend entgegenkommen. Wenn ein Kunde eine Idee für einen EBVchip hat, dann soll er einfach mit seinem Ansprechpartner bei EBV vor Ort Kontakt aufnehmen. Jede Idee ist willkommen. Immerhin kümmert sich zum ersten Mal in der Geschichte der Halbleiterei ein Distributor darum, dass auch Abnehmer kleiner Stückzahlen speziell auf sie zugeschnittene Produkte in der neuesten Technologie bei bestmöglicher Integration zum besten Preis-Leistungsverhältnis bekommen.


Welche Rückmeldungen erhielten Sie von den Halbleiterherstellern?

Welche Rückmeldungen erhielten Sie von den Halbleiterherstellern?

Die Hersteller waren allesamt begeistert von dieser Idee, und wir haben bereits sehr konkrete Gespräche geführt. Viele Hersteller haben indirekt seit Jahren darauf gewartet, dass sie gebündelt und detailliert Informationen bekommen, was die vielen tausend über die Distribution kaufenden Kunden genau brauchen.


Ihre Idee kommt somit sehr gut an. Warum sind Sie nicht schon früher mit

Ihre Idee kommt somit sehr gut an. Warum sind Sie nicht schon früher mitEBVchips aktiv geworden?

Bis vor kurzem waren wir noch  nicht entsprechend organisiert. Durch die Einführung der vertikalen Marktsegmente haben wir diese Bereiche neu strukturiert, so dass wir jetzt in der Lage sind, diese Segmente gezielt EMEA-weit zu betreuen, um daraus die für EBVchips erforderlichen Informationen zu schöpfen. Wenn wir vor der vertikalen Marktsegmentierung einen FAE zu den Kunden entsandt hätten, um nachzufragen, welche Chips die Kunden haben möchten, dann wäre er sowohl zu Automotive- als auch zu Consumer- als auch zu Medical-Kunden etc. gegangen, und das funktioniert nicht. Daher haben wir zuerst die Marktsegmente strukturiert.


Können Sie sich vorstellen, auch selbst zum Fabless-Halbleiterhersteller zu werden und

Können Sie sich vorstellen, auch selbst zum Fabless-Halbleiterhersteller zu werden undein Designhaus mit dem Chipdesign zu beauftragen?

Solange wir alles mit den Herstellern unserer Linecard bedienen können, gibt es dafür keinen Anlaß.


Wem gehören die Rechte an den EBVchips?

Wem gehören die Rechte an den EBVchips?

EBV Elektronik ist Inhaber der Intellectual Property. Mittlerweile haben alle relevanten Halbleiterhersteller ein Non-Disclosure-Agreement mit EBV unterschrieben, damit unsere Ideen geschützt bleiben, denn schließlich müssen wir den Herstellern gegenüber jeweils auch NDAs unterzeichnen, um deren Schutzrechte zu wahren.
Apropos Intellectual Property: Natürlich lassen sich sämtliche IP-Blöcke inklusive entsprechender Third-Party-IP im Rahmen der Design-Möglichkeiten des jeweiligen Herstellers mit einbinden.


Wie sehen die weiteren Pläne von EBV aus?

Wie sehen die weiteren Pläne von EBV aus?

Wir wollen auf jeden Fall auch modular denken, um so Technologien verschiedener Hersteller mit dem Einverständnis aller Beteiligten zusammen zu bringen. Am Anfang integrieren wir diese Chips zunächst auf einem Hybrid, aber später kann das durchaus auch in einem Multi-Chip-Gehäuse erfolgen. Wir haben da schon sehr gute Ideen, möchten aber derzeit noch keine weiteren Details verraten.


Welche EBVchips bieten Sie Ihren Kunden als erstes an?

Welche EBVchips bieten Sie Ihren Kunden als erstes an?

Wir wollen sehr bald unsere ersten EBVchips auf den Markt bringen. Aber die Prozesse müssen sich erst einspielen und alle Beteiligten befinden sich noch in der Lernphase. Es handelt sich hierbei immerhin um eine komplett neue Idee. So etwas hat bisher noch kein Distributor gemacht. Es geht also darum, das gesamte Prozedere näher kennenzulernen und in der Praxis Antworten auf die folgenden Fragen zu bekommen: Wie lange dauert die Design-Phase beim Hersteller, wie lange braucht der Hersteller für den Test, die Qualifikation etc.? Wie lange dauert es bis zum Sampling? Wann kommen die ersten Aufträge?
Wenn sich diese Abläufe eingespielt haben, können wir damit beginnen, auch Chips unterschiedlicher Hersteller gemeinsam zu integrieren. Wir haben bereits Partner, die durchaus in der Lage sind, verschiedene Chips auf einem Hybrid zu vereinen, aber das ist noch Zukunftsmusik. Das Ganze muss als Konzept auch erstmal von allen Beteiligten, also Mitarbeiter, Hersteller und Kunden, verinnerlicht werden. In unserer Pipeline befinden sich bereits viele gute Produktideen, aber wir werden sehr strukturiert vorgehen, ein Schritt nach dem anderen!


Bei welcher Produktkategorie sehen Sie die besten Möglichkeiten für EBVchips?

Bei welcher Produktkategorie sehen Sie die besten Möglichkeiten für EBVchips?

Den größten Markt sehen wir im Moment bei Analog- und Mixed-Signal-Produkten.


Um welche Produkte geht es bei den ersten EBVchips?

Um welche Produkte geht es bei den ersten EBVchips?

Wir bauen jetzt das Fundament für die Zukunft. Daher sind EBVchips zu Beginn sehr solide,   nicht zu komplexe Produkte. Wir werden aber auch im Bereich der Power-Module zum Beispiel für Windkraftanlagen EBVchips anbieten. Kurz und gut: Es werden Produkte sein, in denen viel Know-how drinsteckt, bei denen das Projekt aber dennoch überschaubar bleibt. Rund um die Leistungshalbleiter, die im Bereich der erneuerbaren Energien zum Einsatz kommen, werden wir besonders aktiv werden.
Wir haben schon ganz konkrete Ideen in den Marktsegmenten Automotive, Renewable Energies inklusive Metering und General Lighting. So bieten sich zum Beispiel bestimmte LED-Ansteuerungen beziehungsweise Treiber in Kombination mit Controllern an. Wenn wir dann RFID mit integrieren, kann das äußerst interessant sein. Wir sind aber mit EBVchips bereits in  jedem Marktsegment aktiv!


In Europa findet doch praktisch keine Fertigung von Consumer-Produkten mehr statt.

In Europa findet doch praktisch keine Fertigung von Consumer-Produkten mehr statt.Wie wollen Sie es schaffen, dass Consumer-ASPs dennoch profitabel werden?

Stimmt, wir haben nur ganz wenige Produktionsaktivitäten für Consumer-Geräte in Europa, aber für sehr viele Consumer-Geräte findet das Design in Europa statt – und ich spreche hier nicht nur von Fernsehern und Settop-Boxen. Mit EBVchips ist letztenendes auch sichergestellt, dass wir nicht nur den Support beim Design-In leisten, sondern dann auch die Produktionsstückzahlen liefern. EBVchips sind ja ausschließlich bei uns erhältlich. Über unsere Mutter Avnet verfügen wir zudem über ein globales Liefernetzwerk.


Was planen Sie den genau im Bereich der Consumer-Elektronik?

Was planen Sie den genau im Bereich der Consumer-Elektronik?

Im Bereich der Consumer-Elektronik arbeiten wir an einem etwas anderen Ansatz. Unsere Hersteller bieten beispielsweise bereits spezielle Controller an, die über viele Peripherieelemente verfügen. Da unsere Consumer-Kunden nicht all diese Peripherieelemente benötigen, sind die entsprechenden Chips zu groß und damit eigentlich zu teuer für die Anwendung. Daher planen wir, ein Downsizing bestimmter ICs vorzunehmen, um so einen kleineren Baustein im kleineren Gehäuse mit einer geringeren Anzahl von Pins zu bekommen, der dadurch auch preiswerter ist als das ursprünglich vorhandene IC. Wir können EBVchips somit exakt an den gewünschten Preispunkt anpassen. Unsere Aktivitäten gehen folglich sowohl in Richtung Hochintegration als auch in die entgegengesetzte Richtung.


Was unternimmt EBV, um die Preise von attraktiv zu gestalten?

Was unternimmt EBV, um die Preise von attraktiv zu gestalten?

Dafür werden wir bei EBVchips oftmals eine große Charge bestellen und dann die Produkte  bei uns lagern. So erhalten wir die Bauteile zu einem attraktiven Preis, müssen aber die gesamte Charge finanzieren. Das Prozedere wird genauso ablaufen wie bei Standardprodukten. In unserem Lager befinden sich Produkte im Wert von etwa 250 Millionen Euro, von denen wir etwa die Hälfte auf unser eigenes Risiko bestellt haben. Wir haben so also für die Hälfte des Lagers keine konkreten Bestellungen unserer Kunden vorliegen, aber wir kennen ja seit 41 Jahren Kunden, Projekte und Märkte . EBV Elektronik ist ja trotz Krise nach wie vor profitabel, so dass wir über genügend Reserven verfügen, mit denen wir auch neue Projekte finanzieren können. Mit Avnet haben wir zusätzlich noch die Sicherheit einer finanzstarken Mutter, so dass wir die Strategie viel leichter umsetzen können.


Welche Tools, Evaluation-Boards und Referenz-Plattformen plant EBV für EBVchips?

Welche Tools, Evaluation-Boards und Referenz-Plattformen plant EBV für EBVchips?

Wenn es z.B. ein Controller oder etwas Ähnliches ist, für das Software erforderlich ist, dann liefern wir auch den entsprechenden Support, wobei wir darauf hinarbeiten, dass unsere Kunden auf bereits existierende Development-Tools zurückgreifen können. Bei Bedarf erstellen wir dann gemeinsam mit dem Hersteller und anderen Partnern auch ein Evaluation-Board oder eventuell auch eine Referenz-Plattform etc. Für analoge Produkte ist dieser Support ja in der Regel nicht nötig.


Wie lange dauert es, bis ein EBVchip lieferbar wird?

Wie lange dauert es, bis ein EBVchip lieferbar wird?

Bei normaler Auslastung der Hersteller rechne ich wie bei einem Baby damit, dass von der Fertigstellung der Spezifikation bis zu den ersten Chips 9 Monate vergehen: 3 Monate Design, 3 Monate für die Herstellung der ersten Wafer und weitere 3 Monate für Assembling, Testen und Packaging.


Wie stellen Sie sicher, dass die EBVchips über einen langen Zeitraum hinweg lieferbar sind?

Wie stellen Sie sicher, dass die EBVchips über einen langen Zeitraum hinweg lieferbar sind?

Wenn ein Hersteller beispielsweise aufgekauft wird oder eine Technologie einstellt, dann besteht zunächst einmal die Möglichkeit, im Rahmen eines Last-Call eine letzte Bestellung zu platzieren. Da wir aber das geistige Eigentum an der Spec halten, können wir jederzeit auch den Baustein bei einem anderen Hersteller fertigen lassen. Wenn es ganz extrem kommt, könnten wir uns auch mit den bereits vorhandenen Masken an eine Foundry wenden. Gesetzt den Fall wir hätten EBVchips von einem nicht mehr existierenden Hersteller entwickeln lassen, dann bekämen wir die Masken und könnten uns an einen anderen Hersteller wenden. Der Kunde ist bei uns somit mit EBVchips immer auf der sicheren Seite.


Wie kam EBV auf den Gedanken, EBVchips anzubieten?

Wie kam EBV auf den Gedanken, EBVchips anzubieten?

Die Idee kam mir Anfang des Jahres 2009 beim Skifahren. Damals spürte ich bereits die Krise der gesamten Branche und damit auch einen echten Einbruch bei Umsatz und Gewinn. Ich beobachtete gerade meinen Sohn in der Schlange vor dem Skilift beim Telefonieren mit seinem iPhone, als mir plötzlich eines klar wurde: Wer wie Apple etwas ganz Besonderes anbietet, mit dem er auch noch als erster auf dem Markt ist, hat gute Chancen, auch mehr damit zu verdienen. Als Distributor waren wir bisher in punkto Produkte immer zu 100% von unseren Herstellern abhängig. Jetzt ergreifen wir selbst die Initiative. Als Voraussetzung dafür brauchten wir die vertikalen Marktsegmente, die wir in der ersten Jahreshälfte 2009 innerhalb von EBV etablierten. Jetzt kommen aus den Marktsegmenten heraus die EBV-Chips. Allerdings wollen wir nicht wie beim iPhone gezielt in das obere Preissegment vorstoßen, sondern gemeinsam mit den Herstellern über neue Produkte im Markt wachsen und dafür eine angemessene Marge bekommen.


Die Idee mit den EBVchips ist revolutionär, aber sehen Sie nicht auch die Gefahr,

Die Idee mit den EBVchips ist revolutionär, aber sehen Sie nicht auch die Gefahr,dass Ihre Wettbewerber diese Idee kopieren?

Das ist eine berechtigte Frage. Im Sommer 2009 informierten wir die Öffentlichkeit darüber, dass wir die Märkte jetzt vertikal segmentieren, und bereits jetzt gibt es andere Distributoren, die uns nacheifern und versuchen, ihre Organisation genau so wie wir aufzustellen. Allerdings ist diese Umstellung ein zeitraubender Vorgang.
Genauso wird bestimmt auch unsere Idee mit EBVchips kopiert, aber eine Kopie kann nie so gut sein wie das Original. EBV Elektronik hat als zukunftsorientierter Trendsetter die Distribution immer wieder neu definiert: von den FAEs über Dienstleistungen wie Laser-Markierung und Programmierung und modernsten Logistiklösungen bis zur intensiven Design-In-Unterstützung der Kunden mit von EBV selbst entwickelten Referenz-Plattformen. Wenn der Grundgedanke der EBVchips dann eines Tages wirklich einmal von anderen Unternehmen in der Praxis kopiert wird, sind wir dann schon wieder dabei, neue Ideen umzusetzen.


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